…zwei Begriffe, die längst nicht jedem etwas sagen. Beide haben aber eines gemeinsam: Gemacht von Furrys, gemacht für Furrys.

“Hä? Was?”

Das heißt “wie bitte”… und wir sind im Furry Fandom angekommen. Dies beschreibt eine wachsende Gruppe von Menschen, die sich mit Tiergestalten (teils mit menschlichen Eigenschaften) befassen. Teils fühlen sich diese Menschen selbst als Tiergestalten, spielen diese in Rollenspielen aus und/oder befassen sich mit Künsten, die diesen Bezug aufweisen. Wer genaueres wissen will, darf sich mal auf http://www.eurofurence.de umschauen.

Zurück zu unseren beiden Begriffen: Das “Fauna Project” ist ein Projekt der musikalischen Art, der Furry-Bezug aufweist und sich eben aus “Furrys” zusammensetzt. Ziel des Projektes ist es, eine CD mit selbst geschriebenen Songs zu veröffentlichen. Eurofurence hingegen ist eine jährliche Veranstaltung von Furrys, für Furrys, die dem Furry Fandom eine Plattform für den Austausch bietet. Im Rahmen dieser sogenannten Convention finden auch diverse Bühnenshows statt. Unter anderem halt dieses Jahr ein Konzert des Fauna Projects, bei dem wir unsere Songs am Publikum testen und andere Musiker auf das Projekt aufmerksam machen wollten.

Ich bin Teil des Projektes. Innerhalb des Projektes geht es eigentlich zu, wie in einer großen Band… oder besser, wie es in einer großen Band zugehen sollte. Verschiedene Musiker bringen Songs mit oder nur Ideen und gemeinschaftlich wird etwas ausgearbeitet. Ich übernehme dabei den Part der Lead-Guitar und habe bisher nur einen Song beigesteuert… Naja, eigentlich waren es nur die Grundmelodien. Der virtuose Text stammt von Cheetah, dem “Macher” der Eurofurence und Song-Schreiber, sowie Audio-Techniker beim Fauna Project.

Zurück zur Eurofurence und dem Konzert. Die Convention an sich dauerte fünf Tage. Da für die Musiker aber die Generalprobe ausstand, reisten wir einen Tag früher an. Des Weiteren war der großartige Künstler Alexander James Adams Teil des Projektes. Er ist der Erbe Heather Alexanders, kommt aus den USA, schreibt großartige Songs, singt, spielt Gitarre und Geige. Im Rahmen des Konzertes unterstützte er den einen oder anderen Song gesanglich und/oder mit seiner Geige. Darüberhinaus gaben wir mit ihm einige seiner Songs zum Besten. Ein Tag früher anzureisen ermöglichte uns also nicht nur eine Generalprobe auf der Bühne abzuhalten, sondern auch die Songs zum ersten Mal mit Alexander zu Proben. Nun, geplant war die Probe für 19 Uhr, tatsächlich angefangen haben wir in den frühen Morgenstunden, da es noch diverse (bühnen-)technische Probleme zu lösen gab. Bis wir unser zweistündiges Programm durchgespielt hatten, war es letztendlich halb fünf Uhr morgens. Ein großes Lob hierbei an meiner Löwin, die tapfer die Nacht mit uns durchstand.

Das Konzert selber ging zwei Tage später über die Bühne… Am Donnerstag Abend, schlag sieben Uhr abends. 10 Minuten vor Auftritt eine schlechte Nachricht von zuhause. Lion, der Sohn meiner Löwin, war nicht aufzufinden, war nach der Schule nicht nach Hause gekommen. Sein leiblicher Vater suchte ihn. Shishi und ich waren fast verzweifelt vor Sorge… Dann zwei Minuten vorm Auftritt der entwarnende Anruf: Lion spielte auf einem nur wenige hundert Meter entfernten Spielplatz. Ich bin noch nie mit so viel Euphorie auf die Bühne gegangen… Und unten saß meine Löwin und grinste genauso, wie ich. :)

Dann, der erste Song, Bühne dunkel, alle haben sich positioniert. Sound stimmt, sämtliche Einstellungen an den Instrumenten passen, meine Gitarre auf stärkste Verzerrung, aber hält die Klappe bis zum ersten Akkord. Und dann haben wir den Saal gerockt… Zwar erst etwas steif, aber es wurde immer besser… Naja… ich habe ein Solo versaut. Ich muss dazu sagen, dass ich alle Soli vorher ein wenig ausgearbeitet und geprobt hatte. Auf der Bühne spiele ich dann meistens etwas, was auf diesen Proben basiert… Nur… bei diesem einen Song, für den ich am längsten geprobt hatte, erwische ich ausgerechnet die falsche Saite, da ich auf der neuen Gitarre noch nicht so die Koordination hatte… Die Folge: Das Solo begann mit einem SCHIEFEN Ton. :S

Das Konzert war bestuhlt, doch wir haben sie aus den Sitzen bekommen! Der Song “Dance of Tiger and Wolf”, zu dem ich die Melodien und die Grundidee lieferte, verwandelte den Saal in ein riesiges Piratenschiff. Und alle schrien an den passenden Stellen: “HEY!”

G Ä N S E H A U T ! ! !

Anschließend bekamen wir positive Rückmeldungen noch und nöcher und waren natürlich selbst total happy, dass wir unsere eigenen Erwartungen übertroffen hatten.

Der Rest der Con lief sehr gemütlich ab, mit leckeren abendlichen Drinks in der Hotel-Bar und führte teilweise zu etwas Entspannung. :)