Über die nächsten 3 Monate werde ich Stück für Stück bei meiner Löwin Shishi einziehen. Dies beinhaltet, dass jeder für sich etwas zur Einrichtung beisteuert (ohne irgendwelche zukünftigen Streitpunkte zu generieren, versteht sich). Shishi hatte sich eine wundervolle Wohnzimmerwand besorgt, zu der natürlich mein Heimkinosystem so gar nicht passte. Da dieses System aber sowieso nicht in sich schlüssig war, nahm ich es zum Anlass, mir um eine Neuanschaffung Gedanken zu machen.

Nach Lesen einiger Testberichte stieß ich auf die deutsche Firma Teufel, die ihre Systeme im Direktvertrieb anbietet. Konkret fiel mein Blick auf das günstige Concept M, dass in diversen Fachzeitschriften und im großen weiten Internet mit guten Kritiken glänzte. Das 8-wöchige Rückgaberecht machte mir die Entscheidung leichter und ich schoss es für rund 250 EUR bei Ebay, wo es Teufel direkt anbietet. Katalogpreis ist 295 EUR.

Nach dem Gewinnen der Auktion, etwas Korrespondenz wegen Versand und Bezahlung (ich wollte lediglich wissen, ob man die Ware in Berlin direkt bei Teufel abholen kann, was aber nicht ging, da das Lager sich in Hamburg befindet), bekam ich eine Auftragsbestätigung, überwies Auktionsbetrag zzgl. Versandkosten und nach 10 Tagen, am vergangenen Samstag, trafen zwei Pakete bei uns ein.

Teufel-Pakete

Im oberen Paket auf dem Bild befinden sich die fünf Lautsprecher, im unteren der 16 kg schwere Subwoofer.

Das Auspacken verlief problemlos, die Lautsprecher waren hervorragend und sicher geschützt und der erste Eindruck war, “Wow, das sind gut verarbeitete, robuste Ziegelsteine.” Also weiter mit dem Auspacken und erstem Positionieren der Lautsprecher.

Positionieren des Centers

Zu meiner Überraschung fand ich zwei aufgewickelte Lautsprecherlitzen. Jene auseinander zu fusseln war nicht ganz ohne, aber erst einmal geschafft, gings ans Zurechtschneiden, abisolieren und verkabeln.

Verkabeln

Das ganze nahm 2 Stunden in Anspruch. Auch war es gar nicht so einfach, eine geeignete Position für den Subwoofer zu finden. Die Einrichtung ist eher linkslastig, während die Subwoofer-Membran links-abstrahlend ist und ein Mindestabstand zur Wand von 20 cm zu wahren ist. Im Moment “versteckt” er sich unter einem Plüschtier neben der Eingangstür.

Abschließend noch das übliche Einstellen am AV-Receiver (übrigens ein Yamaha RX-V430RDS), wie Lautstärken der einzelnen Kanäle und Subwoofer-Kalibrierung. Ein Gimmik: Beim Subwoofer sind Level und Übergangsfrequenz mit einer mitgelieferten Fernbedienung steuerbar. Sie haben der Subwoofer-Front sogar Motorfader gegeben! :)

RC Subwoofer

Derzeit bin ich noch nicht in der Lage das System so aufzustellen, wie es eigentlich sein sollte, also platzierte ich die Rears erst einmal lax leicht auf den Bildschirm gerichtet auf der Fensterbank hinter der Couch.

Rears

Zu meinem Erstaunen klingt das System aber jetzt schon schlüssig, kräftig und auf jeden Fall nach mehr als 250 EUR. Es schafft bereits die klangliche Athmosphäre der getesteten DVDs so herüberzubringen, wie ich es bisher noch nicht in meinen Setups erlebt habe. Hinzu kommt, dass ich unter einer seit über einer Woche anhaltenden Erkältung leide und mit Druck auf den Ohren natürlich nicht wirklich im Stande bin, ein richtiges Urteil zu bilden. Nichts desto trotz bereue ich den Kauf bisher absolut nicht und schaue mir, während ich dies hier gerade schreibe, Harry Potter Teil 1 an. Das macht SPASS!!!! :D

Front

Im Großen und Ganzen bin ich trotz der noch nicht so ganz korrekten Aufstellung und dem auf Grund seiner Physiologie nicht so ganz zur Einrichtung passenden Subwoofers sehr zufrieden und würde das System jedem empfehlen, der etwas sucht, bei dem das Preis-/Leistungsverhältnis mehr als optimal ist.

Einen klitzekleinen Kritikpunkt habe ich gefunden und dieser betrifft die Versandabwicklung. Ich habe eben erst die Versandbestätigung inkl. Tracking-Number bekommen, obwohl ich die Ware bereits seit Samstag habe. :)