“Loudness War”
Ich bin heute auf einen zwar älteren, aber richtig netten Artikel gestoßen. Er behandelt die Tendenz der Musikindustrie CDs zu produzieren, die immer lauter klingen, um sich besser abzuheben und durchzudringen. Jeder will der Lauteste sein. Dies wird über eine starke Kompression erreicht, was der Tod jeder Dynamik in der Musik ist.
Hier erst einmal der Artikel: http://www.prorec.com/Articles/tabid/109/EntryID/247/Default.aspx
In letzter Zeit schenke ich eh eher älteren Produktionen mein Gehör, weil diese für mich subjektiv interessanter klingen und ich denke, dass ein Grund dafür der höhere Dynamikumfang ist. Ich spreche von CDs, die Anfang der 80er produziert wurden, zu einer Zeit, in der man Analogaufnahmen ohne viel Schnickschnack digitalisierte. Da stellt sich einem die Frage, ob eine “Remastered Dark Side of the Moon” wirklich noch hörenswert ist, wurde sie doch in der jetzigen LOUDER IS BETTER-Ära gemixt.
Mein AV-Receiver bietet für Dolby Digital- und DTS-Material eine nachträgliche Dynamikbegrenzung an. Ich würde mir wünschen, dass jedes gottverdammte Abspielgerät dies genauso unterstützt, Audio-Medien mit einem vernünftigen Dynamikbereich produziert werden würden und somit jeder selbst entscheiden kann, wie er seine Musik hören mag. Mit den üblichen iPod-Stöpseln im Bus ist eine Dynamikbegrenzung nämlich durchaus sinnvoll.
