Web 2.0, Enterprise 2.0, Office 2.0…. Versuch 2.0?
Als ich heute Morgen in meiner Pre-Kaffee-Phase die neuesten Meldungen des Heise-Newstickers überflog, stieß ich auf folgenden Artikel: Großkonzerne setzen auf Cloud Computing
Die Frage, die sich mir unweigerlich stellte war: Was zum Geier ist Cloud-Computing denn nun schon wieder? Ein Heisenbergsches Rechenzentrum? Bei genauerem Hinschauen wurde mir aber klar, dass es weit weniger kompliziert ist:
“Beim Cloud Computing liegt der Schwerpunkt der Rechenleistung, Anwendungsbereitstellung und Datenspeicherung nicht auf dem Client, sondern bei den Servern, die in Grids und großen Serverfarmen organisiert sind.”
Aaaaaah! Das hatten wir doch schon einmal. Und das Ganze hatte auch schon viele Namen, wovon einer mir ganz besonders im Gedächtnis geblieben ist: Application Service Providing, kurz ASP. Im Jahre 2000 hatten ein paar Schlaufe Köpfe die Idee, Applikationen wie Office-Anwendungen online so verfügbar zu machen, dass auf dem Rechner des Anwenders lediglich ein Programm zur Anzeige der Benutzeroberfläche zur Verfügung stehen muss (i.d.R. ein Browser). Auf diese Art und Weise können bspw. Mitarbeiter eines Unternehmens von überall in der Welt auf ihre Dokumente über das Internet zugreifen und sie bearbeiten. Damals wurden riesige Rechenzentren gebaut, man erwartete rasenden Absatz. Heise schrieb: Deutsches ASP-Konsortium nimmt Arbeit auf und Das Büro im Internet – bald auch in Deutschland.
Dann kam 2001 und die Blase platzte. Immer mehr Meldungen folgender Art waren zu lesen: teamwork: Nach Insolvenz Ankündigung hoher Verluste. Wenn man heute die Seite des Deutschen ASP Konsortiums aufruft, bekommt man die Installationsseite eines Webservers.
Ich bin somit äußerst gespannt, ob der Versuch 2.0, Anwendungen zentral abzulegen und zu betreiben den gewünschten Erfolg bringt. In jedem Fall werde ich mich jetzt meinem heutigen Kaffee 1.0 widmen.
