Dieser andauernde Stress treibt mich zunehmend in mich selbst. Ich habe im Moment nicht wirklich das Gefühl, dass sich daran etwas ändern wird, denn wenn ich mir den gerade angebrochenen Monat auf meinem Kalender anschaue, dann wird mir schlecht. Die Zeit, die ich damit beschäftigt sein werde unterwegs zu sein, war in Summe noch nie so lang.

Aber selbst wenn ich einmal länger an einem Ort verweile, so sehe ich nur Windmühlen, die bekämpft werden wollen, nein müssen. “Muss gemacht werden” ist im Moment ein Ausspruch, auf den ich fast allergisch reagiere. Und ich fange an, ihn mit Ignoranz zu strafen.

Ich hab noch Energiereserven und als Steinbock bin ich stur genug, um mich vielen Herausforderungen zu stellen. Aber ich weiß im Moment nicht, wie lang meine Hörner halten. Gesundheitlich bin ich seit Wochen in einem angeschlagenen Zustand, werde Erkältungen nicht wirklich los.

Hinzu kommt, dass sich wirklich kein Mensch dafür interessiert. Einfach irgendwo sich mal “auskotzen” und anlehnen gibt mir normalerweise Energie um weiterzumachen, aber den Menschen, die mir das geben könnten, geht es im Moment wohl ähnlich, wie mir. Dabei gebe ich selber sehr gerne Mitgefühl und Wärme, aber im Moment mache ich es wie der menschliche Organismus: Ich ziehe das warme Blut aus den Extremitäten, um mein Inneres am Leben zu erhalten.

Und so hoffe ich, dass meine Umgebung die nächste Zeit nicht zu viel von mir erwartet. Enttäuschung wird garantiert sein.

Auch wenn das Gesülze hier niemanden interessiert, so tut es gut, wenigstens hier kotzen zu dürfen.

Danke für die Geduld.