Ein überwältigend schöner Abend
Dank meiner Löwin war ich das erste Mal im Musical “Der König der Löwen” im Hamburger Hafen. Und meine Güte, war DAS COOL! 15 Jahre nach dem Film hat es mich noch einmal emotional so richtig umgehauen.
Dank meiner Löwin war ich das erste Mal im Musical “Der König der Löwen” im Hamburger Hafen. Und meine Güte, war DAS COOL! 15 Jahre nach dem Film hat es mich noch einmal emotional so richtig umgehauen.
Eigentlich bin ich kein Fan von Werbebannern, aber in diesem Falle ist es eine Sache, die mir sehr am Herzen liegt. Die Piratenpartei möchte zur Bundestagswahl zugelassen werden und benötigt daher in den einzelnen Bundesländern Unterschriften. Vor allem in Brandenburg – wie in einigen anderen Bundesländern – fehlen noch 1500 Stück.
Die Piratenpartei sind Menschen meiner Generation, die mit Informationstechnologien groß geworden sind und die für einen vernünftigen Umgang mit selbigen einstehen. Sie sprechen mir in vielerlei Hinsicht aus der Seele. Da geht es um informelle Selbstbestimmung, Patentrecht, Urheberrecht und viele andere Dinge, mit denen unsere aktuelle Regierung ernsthafte Probleme hat. Sie wollen UNSERE Bürgerrechte stärken, die Chancen der Internetkultur fördern und nicht durch monitäre Interessen einer unkreativen Content-Industrie beschränken lassen. Zudem sprechen sie sich gegen Zensur aus.
Bitte stattet ihrer Website http://www.piratenpartei.de einen Besuch ab und nehmt Euch die fünf Minuten Zeit, Euch ihre Ziele und vor allem den Menüpunkt Politik anzuschauen. Auch alle Wahlmuffel sollten sich dringenst mit diesen Themen befassen, bevor Ihr es eines Tages bereut.
In Bezug auf meinen gestrigen Post möchte ich noch folgendes hinzufügen:
Es gibt einen Verein von Missbrauchsopfern, die sich explizit gegen Internetzensur aussprechen. Ich bitte darum, ihre Seite einmal zu besuchen und sich ihre Argumente durchzulesen. Meinen allergrößten Respekt gegenüber dem Verein und Schande über unsere Bundesregierung, die die Stimmen dieser Menschen ignoriert und Prävention heuchelt.
Hier die Seite: http://mogis.wordpress.com/
Der Bundestag hat heute ein Gesetzesentwurf zur Sperrung von kinderpornografischen Seiten durchgewunken. Für alle die, die es bisher nicht verstanden haben oder die es nur wenig interessiert: Erstmalig soll Zensur im Internet eine gesetzliche Grundlage erhalten, zwar nur im speziellen Falle der Kinderpornographie, aber wenn bereits jetzt CDU/CSU-Politiker sich wünschen, die Zensur auf andere Bereiche auszuweiten (z.B. mutmaßlichen Quellen urheberrechtlich geschütztem Materiel), dann braucht man nicht lange darüber nachzudenken, worin das endet (Zensur von politisch unbequemen Meinungen?).
Vielen Dank, liebe Ursula von der Leyen, für die Öffnung der Büchse der Pandora mit Hilfe des Populismus als Dosenöffner. Klasse, wenn man die Springer-Presse im Rücken hat, die jeden als Pädophilen verteufelt, der Internetzensur kritisch hinterfragt. Ich hoffe, dass sich die Menschen in diesem Lande nicht von hohlen Parolen blenden lassen und solchem Stumpfsinn wenig Raum lassen.
Vor allem, wenn man sich einmal vor Augen führt, was hier getan wird, dann könnte man nur noch schreien: Anstatt gegen die Urheber und Distributoren von Kinderpornos vorzugehen, verschwendet man Zeit, Energie und Geld darauf, den Internetnutzern Scheuklappen anzusetzen. Lasst uns alle die Finger in die Ohren stecken und laut LALALA singen. Tjo, und die Geeks unter uns nutzen einfach DNS-Server, die nicht den BKA-Sperrlisten unterliegen. Das ist ganz leicht und zeigt, wie hirnlos das ganze Vorhaben ist.
Bald ist Wahl und es wird Zeit, dass wir diese verstaubten Hohlköpfe aus dem Bundestag schmeißen. Sie können offenkundig mit neuen Medien nicht umgehen, sehen diese als einen Raum, den sie nicht überblicken können und stutzen ihn solange durch halbgare Gesetze zurecht, bis er ihnen weniger ungeheuer ist.
Mir stinkt’s!