Adventskalender
Ja, es ist kitschig, ja es ist albern, wahrscheinlich Vermenschlichung… Aber dennoch habe ich meinem Hund seinen ersten Adventskalender gekauft. Und heute ging das erste Türchen auf.
Ja, es ist kitschig, ja es ist albern, wahrscheinlich Vermenschlichung… Aber dennoch habe ich meinem Hund seinen ersten Adventskalender gekauft. Und heute ging das erste Türchen auf.
Sammys jährliche Impfung war bereits 2 Wochen überfällig und nachdem er nun den zweiten Morgen in Folge Gallenflüssigkeit erbrochen hat, sind wir heute zur Tierärztin gegangen. Gegen das Erbrechen soll er nun spät Abends noch ein paar Ballaststoffe bekommen und die Impfung verlief, wie immer, mit etwas Unbehagen meines Hundes. Er wurde zwar nicht aggressiv, aber er zitterte schon ordentlich, als er auf dem Behandlungstisch kauerte. Eine ziemlich coole Idee hatte unsere neue Tierärztin jedoch, wie man den Hund davon abhält, beim Pieks herumzufahren: Einfach ganz wild und verspielt hinter den Ohren wuscheln. In dem Moment ist er abgelenkt und merkt weniger vom Stich. Hat wirklich prima funktioniert.
Es wird ja langsam Winter und Sammy hatte bisher im Büro nur eine dünne Decke, also beschloss ich, ihm ein kuscheliges Körbchen zu kaufen. Immerhin schläft er – im Gegensatz zu seinem Herrchen – 2-3 mal 2-3 Stunden an meinem Arbeitsplatz und ein bisschen Komfort sei ihm gegönnt.
Erst hatte ich ihm ein rundes Körbchen gekauft, das aber leider viel zu klein war und man konnte den Hund drehen und wenden wie man wollte, so richtig hat er nicht hinein gepasst. Dann kam mir das Körbchen auf dem Bild unter. Reduziert und mit Rabatt. Und wie man sieht, passt es perfekt.
Gestern Abend habe ich doch tatsächlich beim Fressnapf den Futterdummy, den ich haben wollte, bekommen. Gestern Abend haben wir ihn in der Wohnung gleich ausprobiert und Sammy hatte enorme Freude daran, den Dummy zu suchen und zu apportieren. Heute Mittag dann auch der erste Erfolg draußen: Sammy lief an der Schleppleine und auf der anderen Straßenseite lief ein großer schwarzer Rüde im Imponiertrab. Normal setzt an dieser Stelle wildes Gemotze ein – nicht so dieses Mal: Es reichte, den Dummy aus der Tasche zu ziehen und kurz darauf aufmerksam zu machen. Sammy stellte die Ohren auf und jagte dem drei Meter hinter uns geworfenen Dummy hinterher und brachte ihn auch artig zurück. Den Imponierrüden hat er keines Blickes gewürdigt, denn zu apportieren und anschließend daraus zu futtern war wichtiger. Ziel erreicht.
Puh, die letzten drei Wochen mit meinem Labrador Sammy waren echt anstrengend. Wir wohnen ja jetzt mittlerweile wieder in Berlin und gegen Ende Oktober wurden in der Umgebung ziemlich viele Hündinnen heiß.
Ich weiß nicht, ob es nun an den Hündinnen lag oder daran, dass es kühler wurde, jedenfalls schien mein Hund auf 150% zu laufen. Dem entsprechend auch das Gejammer nach 2 Stunden im Büro, wo er doch normal bis zu 4 Stunden aushält, oder im Auto, wenn die Strecke seiner Meinung nach 3 Kilometer zu lang war. Mit diesen Dingen kann man ja umgehen, aber was mich echt Nerven gekostet hat, ist seine Rüpelei gegenüber anderen Rüden.
Quer über eine zweispurige Berliner Straße bei Berufsverkehr wurde gemotzt, nur weil der Rüde auf der anderen Seite es wagte, Imponierverhalten zu zeigen. Seitdem versuche ich verstärkt, jegliches Territorialgehabe zu unterbinden, was gar nicht so einfach ist, wo ich doch gerade zusätzlich noch damit beschäftigt bin, konsequent jedes Ziehen an der Leine durch plötzliches Stehenbleiben zu unterbinden. Nicht dass das sich jetzt so anhört, als hätte ich das nicht vorher schon probiert… das hatte ich schon…. nur…. nicht konsequent durchgehalten. *schäm* Immerhin schaffe ich es jetzt seit 6 Tagen und es hat sich ganz leicht gebessert.
Zusätzlich läuft er viel an der Schleppleine und wir haben einen Ball dabei,… wenn er diesen nicht gerade in der Spree versenkt. Ich werde mir allerdings wieder einen Futterdummy zulegen, denn ich denke mit dem habe ich gerade bei Territorialproblemen und Leinenzerren ein besseres Werkzeug in der Hand. Der Dummy springt wenigstens nicht weg oder geht in der Spree unter.
Auf jeden Fall will ich ihm damit ein Alternativverhalten anbieten, wenn er der Meinung ist, er müsste den Macker heraushängen lassen.
Tja, was man in zwei Jahren versaut hat, kann man nicht in zwei Wochen reparieren. Aber ich bleib dran und er ist jetzt auch wieder deutlich ausgeglichener, als noch vor 3 Wochen.